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Der Begriff Horse Sense bedeutet soviel wie „Menschenkenntnis“ oder „gesunder Menschenverstand“. Nun, wie kann denn ein Pferd „Menschenverstand“ haben, wo es doch „nur ein Pferd“ ist? Was ist damit gemeint?

In meiner Arbeit mit Pferden habe ich schon viel von ihnen gelernt. Das Pferd kann als perfekter Spiegel unserer Emotionen und unbewussten Überzeugungen eingesetzt werden. Ein altes arabisches Sprichwort lautet: "Das Pferd ist dein Spiegel". Diese alte Weisheit wird in dem Training "Solution Walk" umgesetzt und erfahrbar gemacht. Schließlich handelt es sich bei Pferdegestützten Trainings um leadership experience. Unbewusste und unterschwellige mentale Blockaden, Unsicherheiten und Ängste können bewusst gemacht werden. Auch wenn Sie jetzt glauben, das klingt unrealistisch, "abgefahren" und unrealistisch, kann ich an dieser Stelle nur sagen: „Geben Sie sich selbst eine Chance und lassen Sie sich auf dieses Abenteuer ein“.
Vieles spricht dafür, dass das Pferd auf unser Unterbewusstes reagiert. Mehrmals habe ich beobachtet, dass z.B. eine ängstliche Person zwei unterschiedliche Reaktionen beim Pferd hervorrufen kann: entweder das Pferd wird auch ängstlich, unsicher und nervös oder das Pferd bleibt entspannt und beruhigt sogar die ängstliche Person, hilft demjenigen also. Die Reaktion des Pferdes hängt nach meiner Beobachtung von dem Grad der Bewusstheit ab, mit der die Person in die Situation geht. Dies bedeutet konkret  - wenn die Person die eigene Angst verdrängt, ignoriert und nicht wahrhaben will, reflektiert das Pferd dies, indem es Angst  zeigt, und damit Angst reflektiert bzw. spiegelt. Das Pferd verhält sich unsicher.
Eine Person, die sich ihrer Angst bewusst ist und sich diesen stellt, erlebt das Pferd dagegen als verständnisvollen Helfer. Das Pferd bleibt ruhig und beruhigt, übernimmt damit eine (aus)balancierende Funktion.
Im Führungsverhalten ist es ähnlich: Wenn die Person bei sich bleibt, ehrlich mit sich ist und damit eins mit sich und ihren Vorstellungen,  wird das Pferd willig folgen. Ist die Person unklar über ihr Vorhaben, kann es sein, dass das Pferd 'stur' stehen bleibt und nicht mitgeht. Häufig beobachte ich bei Kindern,  dass sie während des Führens die Konzentration verlieren und anfangen zu träumen. Sie wenden sich mental sozusagen vom momentanen Geschehen ab. Ich sehe es nicht unbedingt den Kindern an, das Pferd jedoch zeigt eine ganz klare Reaktion: es wendet sich ab, geht woanders hin. Das Kind 'hängt' am Führstrick und wird womöglich hinterher gezogen. "Wieso macht sie das?" werde ich dann meist gefragt.  Es reicht wenn ich dann frage: "Wo warst du mit deiner Aufmerksamkeit?" Die Kinder sind darüber sehr erstaunt und es gelingt ihnen im weiteren Verlauf recht schnell, ihr Verhalten zu ändern und die Konzentration beim Pferd, bzw. bei dem zu halten, was sie gerade tun. Ein großer Erfolg, der sie selbst mit Freude erfüllt.
Während des Trainings versuchen die Klienten auf unterschiedliche Art und Weise, ihr Ziel zu erreichen. Auch dies mag ein erster Schritt sein – etwas auf eine andere Art zu probieren. Das Ergebnis versetzt sie selbst oft in Erstaunen – und macht sie immer auch stolz, schließlich erleben sie, dass sie etwas richtig machen – das ist der Moment des Einklangs und des Friedens, wenn das Pferd ohne strenge Hilfsmittel willig folgt und mit einem sanften Anstubsen des weichen Mauls Kontakt hält.


Termine und Anmeldung


 
 


Siehe auch  Horse Sense Führungstrainings


Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich per E-Mail oder telefonisch unter 02163 - 949 804 an mich.



Michaela Schuhmacher (Horse-Sense-Trainerin, Reittherapeutin)
Gründungsmitglied der EAHAE (European Association for Horse Assisted Education)
   
   
   
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