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Einzel-, Paar-, und Familientherapie

In der Einzeltherapie steht der Klient mit seinem Anliegen im Vordergrund. Zunächst wird das Anliegen geklärt. Im weiteren Verlauf werden die Themen, die der Klient mitbringt, geordnet. Eigene Ressourcen werden erarbeitet und bewusst gemacht und Ziel(e) konkretisiert. Zur Bearbeitung von Anliegen oder Themen werden verschiedene Methoden (lösungsorientierte Fragen, Rollenspiele, Aufstellungsarbeiten etc.) genutzt.

Nach 3-5 Sitzungen wird der erreichte Fortschritt überprüft und skaliert. Die Arbeit ist überwiegend Prozessorientiert. Ein schrittweise voranschreitender Perspektivenwechsel von einer „Problemhypnose“ zu einer positiven Sichtweise nimmt die Schwere aus den Themen und macht den therapeutischen Prozess zunehmend leicht.

In der Paartherapie wird zunächst das Anliegen des Paares geklärt. In der Regel können Themen abgeleitet werden, welche „immer wieder zu Streitereien“ führen. Diese Themen werden in eine sinnvolle Reihenfolge gebracht und angegangen. Auch hier kommen bevorzugt lösungsorientierte und ressourcenorientierte Techniken zum Einsatz.

Die Sitzungen finden in der Regel alle 4-6 Wochen statt. Zwischen den Sitzungen braucht das Paar Zeit, um neu erarbeitete Umgangsformen oder Regeln miteinander einüben zu können. Auch in der Paartherapie werden regelmäßig Überprüfungen des Fortschrittes gemacht.

Die Therapie von Paaren oder Familien zählt in Deutschland nicht zur Psychotherapie im engeren Sinne. Dem Psychotherapeutengesetz zu Folge handelt es sich bei „psychologischen Tätigkeiten, die die Aufarbeitung und Überwindung sozialer Konflikte oder sonstige Zwecke außerhalb der Heilkunde zum Gegenstand haben“ nicht um Psychotherapie.

... wenn die Wände wackeln...

kann eine Familientherapie helfen. Immer wieder kommt es jedoch vor, dass sich negative Muster festgefahren haben und sich Streitereien in ähnlicher oder gleicher Weise wiederholen. Manchmal entstehen ungewollt negative Dynamiken im familiären System. Die natürliche Rangordnung ist gekippt, Verantwortlichkeiten sind verschoben, so dass sich letztendlich alle unwohl oder überfordert fühlen. Niemals ist nur ein Familienmitglied „schuld“ an einer Fehlentwicklung, immer spielen unterschiedliche Faktoren, die von allen Familienmitgliedern beeinflusst werden können, eine Rolle.

Die Muster und ihre Ursachen gilt es, aufzudecken und neue konstruktive Wege zu finden sowie Verantwortlichkeiten verbindlich festzulegen.

Ein gut funktionierendes „System Familie“ erfordert eine klare und wertschätzende Kommunikation sowie einen respektvollen Umgang miteinander. Dabei ist und bleibt jeder Mensch eine eigenständige Persönlichkeit mit eigenen Vorstellungen und Ideen. In einer Kultur, die Wachstum ermöglicht, können sich die individuellen Fähigkeiten kreativ entfalten – zum Wohle aller. So trägt jeder zu einem harmonischen Miteinander bei und bereichert das System Familie und die Gesellschaft.